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Fragen & Antworten

Wir gehen davon aus, dass die Stilllegung voraussichtlich im Jahr 2025 abgeschlossen sein wird. Über einzelne Maßnahmen werden wir Sie auf unserer Internetseite regelmäßig informieren.

Rückbauarbeiten bedeuten leider auch erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine erhöhte Lärmbelastung. BES wird die Maßnahmen technisch und organisatorisch so umsetzen, dass die Belastungen so gering wie möglich ausfallen. Anwohner bekommen rechtzeitig Informationen per Post, sobald die Rückbauarbeiten konkret werden.

Das Erdgas befindet sich im Speicher–Reservoir in über 800 m Tiefe. Durch die Ausspeicherung bis zum Versiegen des Gasstroms wird der Druck im Reservoir abgesenkt. Es stellt sich ein Druckgleichgewicht ein.
Natürliche Deckschichten schirmen das Speicher-Reservoir gegen Trinkwasserhorizonte und Tagesoberfläche sicher ab. Die Dichtheit der Deckschichten wurde während des Speicherbetriebs laufend überwacht. Nach Einstellung der Speicheraktivitäten und Ausförderung des mobilen Restgases wird der Druck unterhalb der Deckschichten wesentlich niedriger sein als im Speicherbetrieb. Daraus lässt sich ableiten, dass die Deckschichten auch dauerhaft dicht sein werden. Eine Überwachung der Deckschichten wird auch weiterhin erfolgen.

Trinkwasserhorizonte und Tagesoberfläche sind vor dem Rest-Gas sicher.

Das lässt sich im Vorhinein nicht auf den Kubikmeter sagen. Die Ausspeicherung senkt den Druck im Speicher, so lange bis sich der Speicher in einem Gleichgewicht befindet. Das heißt: Ab diesem Moment bekommen wir kein weiteres Gas mehr heraus. Von diesem Gleichgewichtspunkt ist es abhängig, wieviel Gas im Speicher verbleibt.
Das aus dem Speicher mitgeförderte Reservoir-Wasser ist hoch mineralisiertes Lagerstättenwasser und entspricht keiner Trinkwasserqualität. Das mitgeförderte Reservoir–Wasser wird aus dem Gasstrom abgeschieden und wieder in das Speicher-Reservoir verbracht, dorthin wo es herkommt. Hierfür liegt eine wasserrechtliche Erlaubnis vor.
Nein, die Deckschichten schirmen das Speicher-Reservoir vollständig gegenüber darüberliegende Gesteinsschichten ab.
Die Tagessoberfläche wird seit Jahren überwacht. Die bisherigen Ergebnisse lassen den eindeutigen Schluss zu, dass es in Folge der Ausspeisung des Gases zu keinen Auswirkungen auf Wohnbebauung oder gewerbliche Immobilien kommt.
Die Dauer der Monitoring-Maßnahmen obliegt der Genehmigungsbehörde. Die Einstellung des Monitorings wird erst genehmigt, wenn die Ergebnisse keinerlei Zweifel offen lassen.
Die Arbeiten zum Rückbau werden entsprechend dem Stand der Technik ausgeführt. Der Rückbau wird so durchgeführt, dass die öffentliche Sicherheit gewährleistet ist. Die Verfüllungen von Bohrungen werden erst mit Versiegen des Gasstroms bei der Bergbehörde zur Zulassung beantragt. Die verfahrenstechnischen Anlagen werden entspannt und mit Stickstoff inertisiert und gespült, das heißt das Gas wird verdrängt. Damit sind die verfahrenstechnischen Anlagen druck- und gasfrei bevor sie zurückgebaut werden.
Es ist eine der zentralen Aufgaben des Genehmigungsverfahrens, dafür zu sorgen, dass die Flächen nach der Stilllegung des Speichers unter Beachtung des öffentlichen Interesses wieder nutzbar gemacht werden.
Drei Außenplätze (Plätze A, B und C) sollen rückgebaut werden. Für den Standort in der Glockenturmstraße (Platz D) ist eine gewerbliche Nachnutzung vorgesehen.
Es wird angestrebt, die Leitungen dem Leitungsbetreiber NBB zu übergeben. Die Leitungen, für die keine Übernahmemöglichkeiten bestehen, werden aus dem Erdreich entfernt.
Das Abschlussbetriebsplanverfahren beinhaltet ausschließlich den Rückbau. Einen solchen Speicher als erneuerbare Energieanlage, beispielsweise durch Power-to-Gas oder Geothermie zu nutzen, ist indes vor allem eine politische Frage. Für die Energiewende kann eine solche Anlage einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein solches Vorhaben wird aktuell geprüft. Die Umsetzung würde ein neues Genehmigungsverfahren erfordern.
Das Projekt UMAS steht für Untertägige Methanisierung im Aquifer-Speicher und soll einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende durch die Speicherung von erneuerbarer Energie (EE) leisten. In Laborversuchen und Simulationen wollen die Projektpartner aus Unternehmen, Forschung und Wissenschaft zunächst testen, ob erneuerbarer Strom einfach und in großen Mengen in speicherfähiges, synthetisches Gas verwandelt und nach Bedarf dem Energiekreislauf zur Verfügung gestellt werden kann. Untersucht wird zudem, inwieweit sich ein erneuerbares Stromsystem mit der Gasinfrastruktur koppeln lässt. Der Speicher könnte so ein wichtiger Baustein für die Energiewende werden.

Die vorhandene Infrastruktur des Berliner Erdgasspeichers bietet optimale Voraussetzungen wie beispielsweise einen Anschluss an das Versorgungsnetz Berlins und die urbane Lage im Verbrauchsschwerpunkt Berlin. Mit seinem Volumen von bis zu 20 Millionen Kubikmeter besitzt der Aquifer-Untergrundspeicher (UGS) die benötigten Kapazitäten für den biologischen Prozess und könnte so effektiv den Wirkungsgrad steigern, die Kosten reduzieren und den Transformationsprozess industrialisieren. Die Berliner Erdgasspeicher GmbH (BES), ein Unternehmen der GASAG-Gruppe, betreibt den Erdgasspeicher seit 1994, und hat somit jahrzehntelange Erfahrungen mit der Speicherung von Erdgas im Untergrund.

Die GASAG setzt sich aktiv für eine CO2-neutrale Zukunft ein und sieht im Berliner Erdgasspeicher das Potenzial zum Speicher für erneuerbare Energien zu werden. Der Speicher könnte damit als wesentliche Infrastruktur für die Energiewende in Berlin dienen. Das Projekt zur mikrobiologischen Erzeugung von grünem Gas im Untergrund nimmt Bezug auf verschiedene förderpolitische Ziele des 7. Energieforschungsprogramms. Der Kern des Forschungsprojekts besteht im Nachweis der grundsätzlichen geologischen als auch technologischen und mikrobiologischen Eignung der bestehenden Infrastruktur, um erneuerbaren Strom zeitversetzt als erneuerbares Gas für Wärme und Mobilität zu nutzen.
Ja, in Österreich. Dort wird in einer kleinen, ausgeförderten Gaslagerstätte in einem Forschungsprojekt untersucht, ob es möglich ist, große Mengen Strom zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Die Herangehensweise ist nahezu identisch: Eine Sonde leitet Kohlendioxid und Wasserstoff in den Speicher, wo beides von anaeroben Bakterien in CH4 umgewandelt wird. Da die sogenannten Archaeen sich von CO2 ernähren, benötigen sie ein Wasserstoffelektron. Durch die mehrstufige CO2-Oxydation im Körper des Bakteriums entsteht Methan als grünes Gas. Der Unterschied zu Berlin: Im oberösterreichischen Speicher befindet sich überwiegend Süßwasser, während der BES einen hohen Salzgehalt aufweist.
Um das Vorhaben umzusetzen, haben die GASAG und ihre Projektpartner Fördermittel in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro beim Bund beantragt und genehmigt bekommen. Zweieinhalb Jahre werden die GASAG-Tochter BES GmbH mit den Partnern DBI – Gas- und Umwelttechnik GmbH, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, MicroPro GmbH, Reiner Lemoine Institut gGmbH, Technische Universität Clausthal sowie dem DVGW e.V. und der Universität Regensburg in sechs Teilprojekten Zeit haben, den Nachweis zu erbringen, ob das Verfahren im Rahmen der Energiewende eine Zukunft hat.
Jein. Die BES GmbH hat zwar 2016 beschlossen, den Porenspeicher bis zum Jahr 2023 stillzulegen, aber ein Teil des Speichers könnte nach erfolgreichem Ende der Projektphase zur unterirdischen Produktion von grünem Gas verwendet werden. UMAS ist der größere von zwei Hoffnungsträgern für den Erdgasspeicher, bei dem überschüssiger Ökostrom aus der Region umgewandelt, gespeichert und als grünes Gas ins Netz eingespeist wird. Das zweite Projekt beschäftigt sich damit, vorhandene Wärme in rund 500 Metern Speichertiefe an Immobilien wie Wohnungen, Schulen oder Krankenhäuser abzugeben.
Erweist sich das Projekt unter Laborbedingungen als machbar, könnte eine wirtschaftliche Umsetzung in den nächsten zehn Jahren am Berliner und möglicherweise auch an anderen Speichern erfolgen. Die effiziente Nutzung ehemaliger Erdgasspeicher wird durch die geplante Abkehr von fossilen Energieträgern künftig an Bedeutung gewinnen. Ein Erfolg hängt von drei Kriterien ab: der mikrobiologischen Machbarkeit, den geologischen Voraussetzungen und dem ökonomischen Effekt.
UMAS ist am 1. Mai 2020 gestartet und auf 30 Monate ausgelegt. Insgesamt besteht das Projekt aus sechs Teilabschnitten. Einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Anlagen und deren Eignungsprüfung für neue Speichergase, geologischen und mikrobiologischen Untersuchungen sowie einer ökonomischen und ökologischen Bewertung. Daran schließt sich am Ende eine Genehmigungsplanung an, die natürlich abhängig von den Untersuchungsergebnissen ist.
In diesem zweieinhalbjährigen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Entwicklungsprojekt werden die Möglichkeiten und Voraussetzungen zunächst ausschließlich im Labor untersucht. Über alle Fragen zum UMAS-Projekt können sich Interessierte direkt beim Berliner Erdgasspeicher unter Aktuelles informieren, wo regelmäßig über den aktuellen Stand des Vorhabens berichtet wird.

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